Meine Themen
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
seit Ende April dieses Jahres bin ich stellvertretende Bürgermeisterin, leite die Verwaltung und nehme viele repräsentative Aufgaben wahr. Bei der Wahl am 09. August 2026 bewerbe ich mich für das Amt der „offiziellen“ Bürgermeisterin von Münster, Altheim und Breitefeld. Im Rathaus möchte ich für Kontinuität sorgen und die gute Arbeit unseres ehemaligen Bürgermeisters fortführen.
Meine Aufgaben als Bürgermeisterin
Ich denke, für das Amt der Bürgermeisterin sollte man mit den Aufgaben im Rathaus gut vertraut sein. Das betrifft die Leitung der Verwaltung, die Personalführung, die Organisation des Gemeindevorstandes sowie die Umsetzung von Beschlüssen. Dabei ist unbedingt zu beachten, dass eine Bürgermeisterin nicht selbst die Beschlüsse fasst, sondern den Willen der Gemeindevertretung umsetzt. Eine gute Bürgermeisterin hört vor allem zu. Sie achtet auf Unabhängigkeit sowie Transparenz und sie sieht sich als Repräsentantin aller Bürgerinnen und Bürger. Mein Vorteil: ich bin als einzige Kandidatin sowohl in Münster als auch in Altheim groß geworden und mir liegen alle Teile unserer Gemeinde gleichermaßen am Herzen.
Bis zur Wahl am 09. August bin ich, wie gesagt, noch stellvertretende Bürgermeisterin.
Gerne würde ich das Amt im September dann voll übernehmen.
Aktiv sein für die Kleinsten
Ich werde mich aktiv für Kinder und junge Familien einsetzen. Im Bereich der Kinderbetreuung gilt es, das derzeitige Angebot an Ü3 Betreuungsplätzen zu erhalten und das Platzangebot für U3 Kinder noch zu verbessern.
- Unsere Erzieherinnen und Erzieher leisten in sämtlichen Kindertagesstätten eine großartige Arbeit. Sie alle haben meine volle Unterstützung.
- Aus gegebenem Anlass ist es mir besonders wichtig, dass wir in allen Kitas zügig Klimaanlagen oder -geräte und ausreichenden Sonnenschutz installieren.
Weiterhin müssen wir einige unserer Kita Gebäude neu erbauen oder bestehende Gebäude sanieren bzw. erweitern. Mein Augenmerk liegt darauf, hier schnell und wirtschaftlich voranzukommen. Kinder sind unsere Zukunft. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat für mich eine hohe Priorität.
Fest an der Seite der Senioren
Unsere Seniorinnen und Senioren sollen ihren wohlverdienten Ruhestand genießen können. Sie haben ihr Leben lang hart gearbeitet und vieles von dem geschaffen, was unsere Gemeinde heute ausmacht. Sicherlich existieren zahlreiche Angebote für unsere verdienten Bürgerinnen und Bürger. Ich aber möchte diese Angebote weiter ausbauen.
Das können sein:
- Ein zusätzlicher, barrierefreier, begleiteter Seniorenausflug für diejenigen, die den bekannten Seniorenausflug aufgrund von Alter oder Krankheit bisher oder zukünftig nicht mitmachen können.
- Weiterhin werde ich das Gespräch mit Einzelhändlern suchen, wie wir die Versorgung unserer Senioren bspw. durch Lieferdienste noch verbessern können.
Darüber hinaus werde ich eine regelmäßige Sprechstunde nur für Senioren und gehandicapte Bürger anbieten, um zu erfahren, wo hier der Schuh drückt. Auch braucht es eine Ausweitung des Angebots von Münster mobil – insbesondere in den Abendstunden.
Vereine und Ehrenamt fördern
Gemeinde und Vereine bilden das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Dass unsere Vereine das Rückgrat unserer Gesellschaft sind, wird man richtigerweise von allen Mitbewerbern hören. Ich gehe aber einen Schritt weiter und sage ganz konkret, was wir tun sollten.
Ganz wichtig bei Hallen und Vereinsheimen ist mir:
Ein modernes, digitales Buchungssystem, bei dem man nicht erst umständlich PDFs ausdrucken muss. Für eine moderne App bin ich bereits im Austausch mit der Hessischen Ministerin für Digitalisierung und Innovation. Ich habe sie für den 4. August nach Münster eingeladen.
Erfolgreichen Sportlerinnen und Sportlern so wie verdienten ehrenamtlich Tätigen unserer Gemeinde möchte ich in einer jährlich stattfindenden Ehrung ihre verdiente Anerkennung zukommen lassen.
Bei alledem gilt es, dies in enger Abstimmung mit den Beteiligten, den Parteien und Organisationen zu erarbeiten. Als Bürgermeisterin kann ich Ideen einbringen, Kontakte pflegen und Förderungen beantragen. Die Abstimmungen darüber werden von der Gemeindevertretung getroffen.
Beibehaltung der kostenfreien Hallennutzung für unsere Ortsvereine
Vereinen, die über eigene Liegenschaften verfügen, biete ich meine Unterstützung an, wo immer es notwendig ist. Hier braucht es Gleichberechtigung.
Ein Ansprechpartner im Rathaus
Im Rathaus möchte ich einen Ansprechpartner installieren, der für sämtliche Anfragen der Vereine jederzeit zuständig ist und mir diese kanalisiert weiterleitet. Vereine brauchen unbürokratische Hilfe aus dem Rathaus. Vereinsförderung wird bei mir Chefsache sein.
Vereinskompass für Münster
Ein digitaler Vereinskompass auf der Gemeinde-Homepage zeigt auf Knopfdruck passende Vereine samt Kontaktdaten zur gewünschten Betätigung. So finden alle Bürgerinnen und Bürger – insbesondere Neuzugezogene – schnell ihren Platz im Vereinsleben.
Nachwuchs fördern
Ich möchte unsere Vereine bei der Nachwuchsgewinnung sowie weiteren relevanten Themen weiterhin aktiv unterstützen.
Solider Haushalt, solide Finanzen. Unsere gemeinsame Aufgabe.
Wir alle wissen, der Haushalt der Gemeinde ist wie bei vielen anderen Kommunen angespannt und die Bürger sind schon stark belastet. Wir mussten als Gemeinde für den aktuellen Haushalt ein Defizit beschließen. Und die Rücklagen sind nahezu aufgebraucht. Die Einnahmen decken, trotz eines Volumens von 36,2 Mio. €, die Ausgaben in Höhe von 38,4 Mio. € nicht. Gut ist, dass die Gemeindevertretung einstimmig ein Haushaltssicherungskonzept verabschiedet hat. Was ist zu tun?
- Eine Erhöhung der Grundsteuer muss unbedingt vermieden werden.
- Sämtliche Ausgaben und Investitionen müssen genauestens abgewogen werden, bis sich die finanzielle Situation wieder bessert.
- Übergeordneten Behörden muss deutlich gemacht werden, dass die Belastungsgrenze auch unserer Kommune erreicht ist.
Ein Ausweg aus der angespannten Finanzsituation ist nur über die Steigerung der Einnahmen und strenge Ausgabenpolitik zu erzielen.
Die Zukunft heißt: Gewerbe fördern, Einnahmen steigern.
Für unsere Gewerbetreibenden brauchen wir zuverlässige und stabile Rahmenbedingungen sowie eine gute Infrastruktur. Aus den Einnahmen unseres Gewerbes zahlen wir unsere Kitas, Straßen und sozialen Aufgaben. Die Gewerbesteuer sollte hierbei keinesfalls erhöht werden. Das Frankenbachgelände muss zügig entwickelt werden. Dieses Gebiet dient im ersten Schritt der Expansion Münsterer Unternehmen. Erst im zweiten Schritt sollten die Flächen extern angeboten werden.
- Gleichzeitig muss die Planung für ein weiteres Gewerbegebiet begonnen werden.
- Das Ziel muss sein, die Gewerbesteuereinnahmen in den nächsten Jahren – auch über Neuansiedlungen – zu erhöhen.
- Darüber hinaus möchte ich zweimal im Jahr einen Gewerbestammtisch abhalten und werde die in Münster tätigen Unternehmen nach und nach besuchen, um mir ein Bild davon zu machen, wie wir als Gemeinde unterstützen können und müssen.
- Für mich ist Münsters Gewerbe Chefsache!
Münster soll schöner werden – Ortsentwicklung und Ortsbild
Ich möchte, dass wir unsere Ortsentwicklung und unser Ortsbild gemeinsam entwickeln. Hierbei muss es ein Wohnungsangebot für alle Gesellschaftsschichten geben.
- Gerne würde ich dabei ein Konzept eines Mehrgenerationenhauses in Münster auf die Beine stellen.
- Auch muss der Blick nach Altheim gerichtet werden und untersucht werden, wo in Altheim ein weiteres Wohngebiet entstehen kann, um die Kaufkraft in Altheim zu erhöhen. Einzelhandel trägt sich nur bei ausreichender Nachfrage. Das Projekt „teo“ von tegut in Altheim werde ich noch einmal auf die Tagesordnung setzen.
- Das Gustav-Schoeltzke-Haus und das Storchenschulhaus in Münster sind mir, wie vielen anderen, eine Herzensangelegenheit. Es gilt diese historischen Gebäude zu erhalten.
Die Pflege und das Erscheinungsbild unserer Grünflächen müssen verbessert werden. Gepflegte Grünflächen, Wege, Straßen und Plätze erhöhen den Wohlfühlfaktor unserer Bürgerinnen und Bürger.
- Und auch unsere Friedhöfe sind für mich nicht nur ein Ort des Trauerns, sondern auch eine Begegnungsstätte.
- Der äußere Zustand unserer Friedhöfe ist mir sehr wichtig und auch verbesserungswürdig.
- Ebenso braucht es zeitnah eine tragfähige Lösung für unser Hallenbadgelände sowie für den Nahversorger „Im Seerich“.
Das Rathaus ist für die Bürger da. Nicht umgekehrt.
Ich sehe das Rathaus und die Verwaltung – meine Person eingeschlossen – als Dienstleister unserer Bürgerinnen und Bürger. Deshalb werde ich in Münster und Altheim regelmäßige Sprechstunden ohne vorherige Terminvereinbarung für unsere Bürgerinnen und Bürger anbieten.
- Den Beschluss der Gemeindevertretung, zweimal wöchentlich feste Sprechzeiten der Mitarbeiter der Verwaltung wieder einzuführen, begrüße ich ausdrücklich.
- Gleichzeitig aber möchte ich auch das digitale Angebot weiter ausbauen. Hier denke ich an die Aufstellung eines Abholautomaten. Wenn man bspw. einen beantragten Ausweis oder ein Schriftstück abholen möchte, öffnet man ganz einfach mit einem Code das zugewiesene Fach und kann die Dokumente entnehmen.
Meine Devise ist: Das Rathaus ist für die Bürger da. Nicht umgekehrt. Mehr Zufriedenheit der Bürger mit ihrer Verwaltung schafft mehr Akzeptanz. Und das wird uns allen guttun.